Hochschule Zittau/Görlitz zeigt sich

Zittau | Görlitz | Köln | Cottbus / Chosebuz. Mit der Präsentation auf Messen will die Hochschule Zittau/Görlitz Studenten in den äußersten Südosten Deutschlands locken. So sind die Zittau-Görlitzer in Köln und in Cottbus dabei.

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Präsent in Köln und Cottbus

Tief im Westen

Am 13. und 14. Februar 2009 wird sich Hochschule Zittau/Görlitz auf der EINSTIEG Abi Messe in Köln vorstellen. Mit ihrem Studienangebot in Ingenieur-, Natur-, Sprach- und Kultur- sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften will sie das Interesse der Besucher wecken.

Gepunktet werden soll mit Studiengängen wie Kultur und Management, Kommunikationspsychologie, Inclusion Studies/Heilpädagogik, Tourismus und Soziale Arbeit. Mit den Studiengängen Übersetzen Englisch/Polnisch und Englisch/Tschechisch bietet die Hochschule als eine von wenigen auch Sprachstudiengänge an. Im Fachgebiet "Life Sciences" kann zwischen den Studiengängen Biotechnologie, Ökologie und Umweltschutz sowie Chemie unkompliziert gewechselt werden.

Ein besonderes Studienangebot ist der englischsprachige Studiengang "Informations- und Kommunikationsmanagement" im Rahmen des internationalen Netzwerkes Neisse University. Die Studierenden studieren hier je ein Jahr in Tschechien, Polen und Deutschland.

Besonders interessant ist auch das Studium mit integrierter Berufsausbildung - die "Kooperative Ingenieurausbildung". Dazu unterhält die Hochschule Praxiskontakte zu Unternehmen im ganzen Bundesgebiet.

Bachelor und Master sind noch nicht vollständig in den deutschen Südosten vorgedrungen. So ist hier noch immer bei 13 von den 24 möglichen Studienabschlüssen das traditionell hoch angesehene Diplom der krönende Abschluss des Studiums.

Die Rahmenbedingungen für ein Studium in Zittau und Görlitz sind so schlecht nicht. Wer mit der etwas abgelegenen Ecke klarkommt, findet neue Lehr- und Laborgebäude, Bibliotheken und Mensen ebenso vor wie modern ausgestattete neue Laboratorien. Davon profitieren u.a. die Studiengänge Architektur sowie Gebäude- und Infrastrukturmanagement.

Zu ergänzen ist der Hinweis auf ein zwar überschaubares, aber durchaus gediegenes kulturelles Angebot. Reizvoll auch die Nähe zu den Boomtowns Reichenberg (Liberec) und Breslau (Wrocław).

Tief im Osten

Auf der Messe für Aus- und Weiterbildung, Studium, Existenzgründung und Arbeit - der IMPULS in Cottbus - ist die Hochschule Zittau/Görlitz am 13. und 14. Februar 2009 dabei, um ihr Studienangebot bekannt zu machen.

Der Studienberater Dipl.-Ing. Dietmar Rößler wird am Sonnabend, dem 14. Februar 2009, um 12.30 Uhr im Seminarraum 1, Podium 2, Halle 5 zum Thema "Traumjob Akademiker - warum studieren?" sprechen. Von besonderem Interesse dürfte das noch junge Studienangebot "Management im Gesundheitswesen" sein. Hinzu kommt der neu ins Programm aufgenommene Studiengang "Pädagogik der frühen Kindheit".

Eine Stunde später stellt derStudienberater im Seminarraum 3, Podium 3, Halle 5 im Vortrag "Kooperative Ingenieurausbildung - dual, extrem attraktiv" das Studium mit integrierter Berufsausbildung vor. Dieses Angebot wird ab dem Studienjahr 2009 erweitert, so dass dann die Kooperative Ingenieurausbildung in folgenden Studienangeboten möglich sein wird: Elektrotechnik, Mechatronik, Maschinenbau, Bauingenieurwesen, Kunststofftechnik, Chemie sowie Ökologie und Umweltschutz.

Voraussetzung für ein Studium in dieser Ausbildungsform ist ein Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen. Wie der Beauftragte für das KIA-Studium der Hochschule mitteilte, stehen noch Ausbildungsplätze bei den Partnerunternehmen und -einrichtungen zur Verfügung. Diese Möglichkeiten sollten die Interessenten kurzfristig nutzen, weil die Bewerbungen bereits eingehen.

Mehr:
http://www.hs-zigr.de
http://www.kia-studium.de


Kommentar

Es ist der Hochschule Zittau/Görlitz sehr zu wünschen, dass ihre Studienangebote auf Nachfrage treffen.

Sie tat und tut sich noch immer sehr schwer damit, die Lücke zwischen respektablen Leistungen in Lehre und Forschung und attraktiver Selbstdarstellung zu schließen. Ein Blick auf die Hochschul-Webseite vom Tage zeigt, dass die "aktuellen Pressemitteilungen" mit dem 27. August 2008 (!) enden - das ist kein Dornröschenschlaf, hier wird einfach nur gepennt. Der Vorlesungsschlaf war ja schon immer der gesündeste.

Welche Grundlagen die einzelnen Studiengänge für eine spätere berufliche Karriere legen können, sollte der angehende Studiosus am besten in einem Praktikum oder im Gespräch mit gestandenen Führungskräften in der Wirtschaft ermitteln. "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht!" - das gilt auch für Personalchefs.

Ein Studium im Südostzipfel wird nicht attraktiv, nur weil man es so nennt. Möglicherweise fehlt hier der "Ruck", der durch die Gemäuer geht. Wo liegen die wirklichen Stärken der Hochschule? Was macht sie für junge Leute spannend? Welche Perspektiven haben die Absolventen - was könnte sie veranlassen, nach dem Studium in der Region hängen zu bleiben? Auf welche Weise will die Hochschule eine Identität und damit Anziehungskraft entwickeln?

Fragen über Fragen, die qualifizierte Antworten brauchen,

meint Ihr Fritz R. Stänker

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  • Quelle: /idw /FRS | Update der Erstveröffentlichung vom 12.02.2009 - 23:54 Uhr
  • Erstellt am 12.02.2009 - 22:54Uhr | Zuletzt geändert am 13.02.2009 - 07:49Uhr
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