Qualitätssiegel in Ostsachsen Fehlanzeige

Dresden | Radeberg. 17 sächsische Schulen haben am 30. November 2009 vom Kultusministerium das Qualitätssiegel für sehr gute Berufs- und Studienorientierung verliehen bekommen. Ostsächsische Schulen kommen darunter nicht vor, nur an der Ludwig-Richter-Schule Radeberg als Mittelschule aus dem Regionalstellenbereich Bautzen konnte man sich überdas Qualitätssiegel freuen.

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Berufs- und Studienorientierung voranbringen

"Die Auszeichnung ist eine Würdigung für Schulen, die in vorbildlicher Art und Weise ihre Schüler auf dem Weg ins Berufsleben begleiten. Gleichzeitig ist das Siegel ein Anreiz, die Berufs- und Studienorientierung an den sächsischen Schulen weiter voranzubringen", erläuterte Jürgen Staupe, Staatssekretär im Kultusministerium, im Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung. Die Verleihung des Qualitätssiegels geschieht in enger Zusammenarbeit mit der hiesigen Wirtschaft.

Wirtschaft sieht höhere Anforderungen

Damit rennt er bei der Wirtschaft offene Türen ein, denn Claus Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, machte auf der Veranstaltung deutlich: "Die Anforderungen an die Schüler beim Übergang in das Berufsleben werden immer differenzierter. Es wird zukünftig darauf ankommen, die inhaltliche Ausgestaltung der Berufsorientierung im Gleichschritt mit den Veränderungen in der Berufswelt zu entwickeln."

Immer mehr Schulen zertifiziert

Das Qualitätssiegel wurde bereits zum dritten Mal verliehen. Zu den jetzt Ausgezeichneten gehören 14 Mittelschulen, ein Gymnasium und zwei Förderschulen, davon eine Schule aus dem Regionalstellenbereich Bautzen, fünf aus dem Dresdner, sechs aus dem Chemnitzer, eine aus dem Leipziger und vier aus dem Zwickauer Regionalstellenbereich. Insgesamt 56 Schulen in Sachsen tragen das Zertifikat für vorbildliche Berufs- und Studienorientierung.

Das Prozedere

Schulen, die sich um das Qualitätssiegel bewerben, müssen zunächst einen Fragebogen ausfüllen, in dem sie sowie ihr Konzept zur Berufs- und Studienorientierung vorlegen. In einem zweiten Schritt kommen Vertreter von Unternehmen, Verbänden und Kammern, aus den Schüler- bzw. Elternräten sowie von den Arbeitsagenturen und der Sächsischen Bildungsagentur aus der Region in die Schule und überzeugen sich vor Ort von der Qualität der geleisteten Arbeit. Bewertet werden unter anderem der Umfang der ökonomischen Bildung, die Praxiserfahrungen, das Angebot und die Qualität von Kooperationen mit außerschulischen Partnern sowie die Qualifikation und das Fortbildungsengagement der Lehrkräfte.

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  • Quelle: /red
  • Erstellt am 30.11.2009 - 11:03Uhr | Zuletzt geändert am 30.11.2009 - 11:16Uhr
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