"Zentrum für Jugend- und Soziokultur" von der Tagesordnung

Görlitz, 27. März 2014. Der Grundsatzbeschluss "Zur Errichtung des Jugend- und Soziokulturellen Zentrums Werk I“ vom 31. Januar 2013 sollte auf der Sitzung des Görlitzer Stadtrats am 27. März 2014 über zwei Vorlagen zum "Zentrum für Jugend- und Soziokultur" beraten werden. Doch Oberbürgermeister Siegfried Deinege hat beide Vorlagen von der Tagesordnung genommen.

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Oberbürgermeister will "größtmöglichen Konsens"

Den Hintergrund dafür erläutert Oberbürgermeister Deinege so: "Das Zentrum für Jugend- und Soziokultur ist für mich eines der größten und wichtigsten Projekte für die Zukunft der Stadt Görlitz. Es ist mein Ziel, den größtmöglichen Konsens dafür herzustellen."

Die Fragen, die in den einzelnen Ausschüssen aufgetreten sind, sollen deshalb nun gemeinsam mit den Fachleuten der Verwaltung, den Stadträten und den zukünftigen Nutzern geklärt werden. Erst dann sollen die Vorlagen wieder auf die Tagesordnung des Stadtrats gebracht werden.

Wie die Stadtverwaltung Görlitz mitteilt, wird diese Vorgehensweise auch von den Vertretern der Görlitzer Jugend unterstützt. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass die Überarbeitung der Vorlagen nichts an dem bestehenden Grundsatzbeschluss und den darin enthaltenen Eckpunkten zur Errichtung eines Jugend- und Soziokulturellen Zentrums sowie dem Vorhaben, dieses Projekt umzusetzen, ändert.

Der linke Stadtratskandidat Paul Stenzel fordert mehr Beteiligung und Transparenz bei der Ausgestaltung des Kugendzentrums und sagt: "Wir erwarten, dass die Stadtverwaltung ihren Job macht und es endlich auf die Reihe bekommt, vernünftige Vorlagen für den Stadtrat auf den Tisch zu packen. Deshalb finden wir auch, jede weitere Ausbremsung oder Verzögerung der Thematik als falsch und eine Streichung von der Tagesordnung als das denkbar falscheste Signal.“

Kommentare Lesermeinungen (1)
Lesermeinungen geben nicht unbedingt die Auffassung der Redaktion, sondern die persönliche Auffassung der Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich das Recht zu sinnwahrender Kürzung vor.

Wir unterstützen diese Entscheidung

Von RABRYKA am 26.03.2014 - 23:16Uhr
Aufgehoben ist nicht aufgeschoben: Die beiden Vorlagen für die morgige Stadtratssitzung bzgl. des Jugend- und Soziokulturellen Zentrums wurden von der Tagesordnung genommen, da Fragen der unterschiedlichen Akteure aufgetreten sind, die erst noch gemeinsam geklärt werden müssen. Aber keine Angst, dies ändert nichts an der gemeinsamen Vision zur Errichtung eines Zentrums.

Wir unterstützen diese Entscheidung des Oberbürgermeisters und freuen uns auf den weiteren Austausch!

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  • Quelle: red
  • Erstellt am 26.03.2014 - 22:43Uhr | Zuletzt geändert am 26.03.2014 - 22:53Uhr
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