Geschwisterkurs ­- die ideale Vorbereitung auf das neue Familienmitglied

Görlitz, 11. Dezember 2014. Angesichts oft rückgängiger Einwohnerzahlen in den Gemeinden der Oberlausitz sind Familiengründungen und Geburten für die Bürgermeister immer wieder ein Hoffnungszeichen. Auch, wenn es fast aus der Mode gekommen scheint: Eine Familie ist etwas sehr Schönes. Die Eltern mögen sich und ihre Kinder und sie leben in einer meist sehr glücklichen Gemeinschaft. Oft gibt es ein oder zwei Kinder, die ja erst eine richtige Familie ausmachen. Kinder fühlen sich sehr wohl, wenn sie umsorgt und geliebt aufwachsen können. Sie brauchen Mutter und Vater, genauso, wie sich die Eltern ein Leben ohne ihre Kinder nicht mehr vorstellen können. Ein inniges Zusammengehörigkeitsgefühl ist die Basis ihrer schönen Gemeinschaft.

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Unterschiedliche Familiensituationen näher betrachtet

Familie mit Einzelkind

Gerade dann, wenn es nur ein Kind gibt, wollen die Eltern immer nur das Beste für ihren Nachwuchs. Oft wird das Kind verwöhnt und ihm jeder Wunsch von den Augen abgelesen. An nichts soll es dem Kind fehlen. Das muss nicht schlecht sein, sondern kann vor allem für das einzelne Kind auch große Vorteile für die eigene Entwicklung mit sich bringen.

Die Gefahr, dass ein Einzelkind vielleicht zu viel umsorgt, verwöhnt und geliebt wird, mag im Einzelfall bestehen, aber hier sollte man nicht pauschalisieren.

Auch Einzelkinder können eine schöne Kindheit erleben, die sie zu selbstständigen und selbstbewussten Menschen macht. Die Erziehung, mit der sie diese Entwicklung beeinflussen, obliegt ja immer den Eltern.

Wenn sich ein Geschwisterchen ankündigt

Kinder sind sehr sensibel und merken sehr schnell, wenn es zu Veränderungen, im Verhalten der Eltern ihn gegenüber kommt. Je nach Alter können sie diese Veränderungen noch nicht verstehen, versuchen sie aber auch zu hinterfragen, um es für sich selbst erklären zu können.

Haben sich die Eltern für ein weiteres Kind entschieden, stehen sie oft vor der Herausforderung, das erste Kind in der Fürsorge nicht zu vernachlässigen, so sehr sie sich natürlich auch auf ihr zweites Kind freuen.

Kinder, die schon verstehen, dass sich nun ein Geschwisterchen ankündigt, freuen sich genauso darauf, wie die Eltern. Manchmal aber kommt es auch zu Gefühlen beim Erstengeborenen, als ob sich die Eltern vielleicht jetzt weniger um es kümmern würden. Eine Art Eifersucht kann auf das noch Ungeborene aufkommen, weil kleine Kinder mit so einer Situation sehr schnell überfordert sind. Sie schauen sehr genau hin, wie sich das Verhalten der Eltern ihnen gegenüber verändert.

Eltern, die ein zweites Kind erwarten, sollten daher sehr darauf achten, dass sie ihr erstes Kind weiter genauso umsorgen, damit dieses sich nicht vernachlässigt fühlt. Die anfängliche Euphorie kann daher auch schnell in Angst und Eifersucht beim ersten Kind umschlagen.

Ein Geschwisterkurs hilft dem Kind und die Eltern, mit den Veränderungen in der bald größeren Familie umgehen zu können. Wer sich informieren möchte, für den gibt es online weitere Informationen über einen Geschwisterkurs.

Hilfe bei neuem Nachwuchs

Um das erste Kind auf das neue Familienmitglied richtig vorzubereiten und die Sorge um eventuell weniger Zuneigung durch die Eltern zu nehmen, können die Eltern, aber auch das Kind Kurse besuchen, um sich optimal auf die Vergrößerung der Familie vorzubereiten. So ein erwähnter Geschwisterkurs kann helfen, die Familie im Ganzen zu stärken.

Ein neues Geschwisterchen soll ja die Familie bereichern. Hier ist aber oft schon der Ansatz zu suchen: Das erste Kind muss seinen Platz in der Familie finden, auch wenn sich die Aufmerksamkeit nun auch auf ein weiteres Kind richtet.

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  • Quelle: red | Fotos: sathyatripodi, pixabay, Lizenz CC0 Public Domain
  • Erstellt am 11.12.2014 - 09:49Uhr | Zuletzt geändert am 23.12.2014 - 23:19Uhr
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